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Freitag, 4. April 2014

Freitags-Flusen: Laues vom Knastarzt und ein Grimme-Märchen

Es ist Freitag! Was war los in der Fernsehlandschaft? Nicht besonders viel - aber ein bisschen was geht immer.

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Gestern Abend lief auf RTL die erste Folge der neuen Serie "Der Knastarzt". Nach der Flopserie der vergangenen Monate haben die strengen Feuilletonisten natürlich ganz genau hingeschaut, und viel Applaus gab es im Vorfeld nicht, um es vorsichtig auszudrücken. Ich finde, es war nicht alles schlecht. Der Cast überschaubar, das Erzähltempo okay, die  Nebenrollen gut besetzt. Und die Szene, in der der Knastarzt einem Röchelnden mit Küchenmesser-Luftröhrenschnitt und ungekochter Penne rigate das Leben rettete - originell. Aber mutig ist sicher etwas anderes. Angefangen von Ausstattung und Look: alles viel zu clean, selbst in den Knastszenen. Der Hauptdarsteller Bernhard Piesk als Dr. Falk: stets bemüht - aber weit entfernt von einem schillernden Charakter, wie man ihn aus guten Serien kennt.
Ach, RTL. Es war ja gut gemeint.

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David Letterman hört auf und verlässt weise die Bühne, bevor er rausgetragen werden muss. Wäre es jetzt nicht einmal an der Zeit, dass eine Frau den Männerclub der Latenight-Macher aufmischt? Emily Shire denkt auf The Daily Beast laut darüber nach. Könnte man ja auch einmal in Deutschland, n'est-ce pas?

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Es ist wie mit schönen Schuhen, ständig kommen welche nach! Wie soll man da standhaft bleiben: Aus den USA kündigen sich schon wieder einige neue Serien an, wie stern.de schreibt. Ich finde "Fargo" mit Martin Freeman (dem Dr. Watson aus Sherlock) und die Krankenhausserie "The Knick" mit Clive Owen, die in New York Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, klingen ziemlich gut.

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Und nicht verpassen: Heute wird ab 19 Uhr live auf 3sat der Grimme-Preis verliehen - unter anderem auch an Jan Böhmermann, dessen Neo Magazin sich jetzt leider in die Sommerpause verabschiedet hat. Nach der Verleihung wach zu bleiben lohnt sich auch, dann zeigt 3sat die Trilogie "Drei Leben", für die  Dominik Graf, Christoph Hochhäusler und Christian Petzold 2012 den Grimme-Preis Spezial bekamen.


Und damit: husch, husch ins Wochenende!

Freitag, 21. März 2014

Das deutsche Breaking Bad: Edgy wie eine Flasche Lenor?

Schade, schade, schade, schade, schade. Noch bevor überhaupt eine Sendeminute gelaufen ist, kann man nicht anders als zu befürchten: das deutsche Breaking Bad, um das das ZDF schon so lange geheimniskrämert, wird ungefähr so edgy wie "Um Himmels Willen". Denn es läuft so wie mit der Fettecke von Beuys und der Putzfrau. Die konnte den Dreck auch nicht ertragen und hat einfach alles weggeschrubbt. Am Ende war die Wanne sauber, aber eben keine Kunst mehr.

Oder was soll man sonst von den Details halten, die gerade zum Plot für die Breaking-Bad-artige Miniserie durchsickert? Ein arbeitsloser Grafiker im Taunus druckt im Keller Falschgeld und kriegt Ärger mit der Mafia. Finde den Fehler! Oder: gleich mehrere. Es riecht jetzt schon nach gewienertem Hobbykeller, nach schmunzeligen Verwicklungen und Pizza-Mafia. Und dass man sich mit Falschgelddruck zwar strafbar, aber nicht die Finger schmutzig macht, ist auch klar. Es klingt nett. Aber es hat gar nichts mit Breaking Bad zu tun. Blut, Schweiß, Verzweiflung, Todesängste, das ist der richtig gute Stoff. Da wo es wehtut, wo man kaum hingucken mag. Wo eine Figur nicht mehr im Ansatz political correct ist. Und dafür reicht es eben nicht, eine Serie als Blaupause zu nehmen und so lange weichzuspülen, bis klares Konsenswasser dabei herauskommt.
Das ist so wie die Schirmmütze falsch herum aufzusetzen und zu denken, das sei funky.
Ist es nicht. Aber vielleicht irre ich mich ja auch. Und das wird alles ganz neu und anders. Noch reicht meine Phantasie dafür nicht.

Freitag, 7. März 2014

Freitags-Flusen: Falsche Töne bei Vox und ein Leben nach Marienhof

Freitag, Sonnenschein, alles fein - es fehlt nicht viel und ich fange gleich auch noch an zu singen. Apropos!

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Erinnert sich noch jemand an die kleine feine Fernsehperle Cover my song? Denyo moderierte seinerzeit kleine Battles zwischen Rappern und alten Schlagerstars, die gegenseitig ihre Songs coverten. Dabei kamen tolle Geschichten heraus, auch etwas traurige, und da alle Beteiligten ihre Sachen ziemlich ernst nahmen, kann man das Ganze nur als rundum gelungen bezeichnen. Und was macht VOX? Anstatt "Cover my song" einfach weiterzuführen (an alten Schlagerstars sollte es nicht mangeln), muss es unbedingt neu und größer werden. Und jetzt das: Am 22. April startet "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" mit (festhalten!) Sarah Connor, Xavier Naidoo, Roger Cicero....ich höre jetzt lieber auf, bevor ich ohnmächtig vom Stuhl kippe. Was soll das? Und wer kann das ohne körperliche Schmerzen ansehen?

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Die Dänen können es, die Briten können es, die Deutschen versuchen es: Gute Serien zu produzieren. Aber was macht eigentlich der Rest Europas? Die versuchen es auch: Zum Beispiel die Belgier mit der Krimiserie Code 37, die Fälle aus dem Sittendezernat erzählt. Immer mittwochs um 22:30 Uhr auf ZDFneo.

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Im Marienhof gingen ja schon vor einiger Zeit die Lichter aus. Was machen die ganzen Schauspieler denn jetzt eigentlich? Einer zumindest hat eine neue Berufung gefunden: Michael Jäger alias Matthias Kruse hat jetzt in München eine Bar eröffnet.

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Morgen ist Anna Loos zum ersten Mal als Helen Dorn in einer neuen Krimireihe des ZDF zu sehen. Mir ist sie manchmal schon etwas unheimlich, so viel wie sie dreht. Und dann hat sie auch noch einen Putzfimmel, wie sie der Osnabrücker Zeitung brühwarm erzählt hat. Also wirklich.

Und damit geht es in eine kleine Pause: Nächste Woche gibt's keine Freitags-Flusen. Ich bin in Kopenhagen unterwegs, werde dort allerdings keine Bar eröffnen und schon gar nicht putzen. Aber sicher mindestens einmal fernsehen. Versprochen!

Freitag, 28. Februar 2014

Freitags-Flusen: Botox für die Sachsenklinik und Karriereschub für Peter Dinklage

Gebt es zu, ihr habt sie schon vermisst - die Freitags-Flusen! (Wer hat hier gerade "nö" gerufen?) Heute endlich wieder, live und in Farbe: was diese Woche bei mir hängenblieb!

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Man war ja schon geneigt zu glauben, "In aller Freundschaft" sei die einzige Serie, bei der sich nie, aber auch nie etwas ändert. Professor Simoni sah ohnehin schon immer zerknauscht aus, seine anderen Ärztekollegen inzwischen auch. Es hätte bis 2099 so weiterlaufen können, ohne dass man es bemerkt hätte. Und jetzt das: eine Verjüngungskur! Botox für den Fernseh-Dino! Zuerst trifft es Maren Gilzer alias Schwester Yvonne, dann verlässt Ärztin Elena Eichhorn die Sachsenklinik. Und selbst Simoni soll sich langsam zurückziehen. Am Ende verlegen sie das Ganze noch ins hippe Berlin-Mitte. Aber ob das Hauptprogramms-Publikum das mitmacht?

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Huch, da isse wieder: Jennifer Lopez fühlt sich berufen, in einer TV-Serie mitzuspielen. Angeblich hat sie einen Vertrag für das Cop-Drama "Shades of Blue" abgeschlossen. Ob da vielleicht auch eine kleine Rolle für Maren Gilzer...nein?

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Heute geht's endlich wieder los: RTLII zeigt die dritte Staffel "Game of Thrones", diesmal nicht an einem Stück sondern in Doppelfolgen. Ich muss mir vorher unbedingt noch einmal die Karte ansehen, damit ich mich auch zurechtfinde. Übrigens führt Peter Dinklage Gespräche über die Hauptrolle in einer weiteren HBO-Serie.

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Nachdem "Schmidt - Chaos auf Rezept" im hohen Bogen aus dem RTL-Programm geflogen ist, folgt jetzt ein neuer Versuch, endlich einmal mit einer eigenen Serie Fuß zu fassen: "Der Knastarzt" geht am 3. April um 21.15 Uhr mit sechs Folgen on air. Mir schwant nix Gutes....


Und damit: Ab ins Wochenende, Fernsehvolk!

Freitag, 21. Februar 2014

Gewalt in TV-Serien: Wo ist das Limit?

Anders als sonst gibt es heute keine Freitags-Flusen. Das liegt daran, dass mich seit Tagen schon ein Thema umtreibt. Wie viel Gewalt tut dem fiktionalen Erzählen im Fernsehen gut? Dreimal bin ich in den letzten Wochen aus dem Zimmer gegangen, weil ich Gewaltszenen nicht ertragen habe. Bei einer davon wurden mir sogar die Knie weich. Vielleicht wird man mit der Zeit dünnhäutiger. Das kann natürlich sein. Vielleicht gibt es aber auch einen leisen Trend zur minutiös genauen Darstellung von Brutalität - oder sogar eine neue erzählerische Lust daran. Beispiele? Bitte sehr.

In der britischen Serie "Good Cop" wird ein Polizist zum Serienkiller, weil er den Tod seines Kollegen rächen will. Diese Kollege wird gleich zu Beginn derart brutal gequält und zusammengeschlagen, dass sich mir der Magen umdrehte. Nicht nur die Länge dieser Szene war kaum auszuhalten, auch die Geräusche und die Details. Muss man wirklich sehen, wie einem fast toten Menschen noch einmal mit aller Gewalt vor den Kopf getreten wird? Braucht die Geschichte das wirklich, oder wäre sie nicht durch Andeutungen und Aussparungen noch stärker? Was bewegt mich in diesem Moment mehr: der Ekel oder die dramatische Spannung?

Auch die zweite Staffel "Boardwalk Empire" lässt in dieser Hinsicht nicht viel aus - und das selbst in den Folgen, die nicht erst ab 18 empfohlen werden. Brennende Menschen brennen sichtbar. Hälse werden langsam und fast genüsslich durchgeschnitten. Ein Knastinsasse wird verprügelt und ebenfalls mit Tritten auf den Kopf getötet. Wie anrührend erzählen die Autoren dagegen die Figur des Kriegsinvaliden, der im Gefecht sein halbes Gesicht verloren hat. Er trägt dort, wo eine Lücke klafft, eine gespenstische Maske. Wie es passiert ist, bleibt der Phantasie überlassen, und die kann ja oft schon schrecklich genug sein. Bei allem Lob: Auch den Köln-Tatort "Franziska" habe ich nicht bis zum Ende ausgehalten. Am Schluss habe ich nur noch die Twitter-Timeline verfolgt, und konnte trotzdem nicht schlafen.

Geht das nur mir so? Ich will mich entspannt auf die Geschichte einlassen, und nicht vor Schreck vom Sofa fallen. Ich will selbst entscheiden können, wie tief ich in den Abgrund schaue. Gebt mir mein Kopfkino zurück!

Freitag, 7. Februar 2014

Freitags-Flusen: Fernsehen rettet Leben und das Intro des Jahres steht fest

Ein Hauch von Fernsehfrühling liegt in der Luft - neue Serien knospen und die Luft im Wohnzimmer riecht so frisch. Denkt euch diese Freitags-Flusen in zartem Grün!

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Von den Kritikern hoch gelobt, von den Zuschauern verschmäht: Die neue Show von Michael J. Fox steht offenbar vor dem Aus. Fraglich, ob wir sie in Deutschland überhaupt je zu sehen bekommen - sehr schade.

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Auch ein Quotenstiefkind: Die neue Serie "Schmitt - Chaos auf Rezept". Gegen GNTM tat sich der Serienneuling schwer, knapp über 2 Millionen schalteten ein.

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Fernsehen kann Leben retten: Wie Stern-Online schreibt, hat ein Arzt einen Patienten geheilt, weil er sich an eine Folge Dr. House erinnerte. Und ich möchte ergänzen: Augen auf beim Hüftkopf-Kauf!

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Hat jemand gestern "Secret State" auf ARTE gesehen? So richtig kam die Polit-Miniserie nicht aus den Hufen. Zuviel Strategie, zu wenig Emotion. Gewinner des Abends: Das Neo Magazin, das mit einer tollen ersten Ausgabe in die zweite Staffel startete. Man beachte das Intro mit jeder Menge Referenzen an Kill Bill, Clockwork Orange und Zurück in die Zukunft. Und einer Palina Rojinski als Königin der Ureinwanderer.

Montag, 3. Februar 2014

Der Dschungeltrash geht, Olli Schulz kommt

Mit dem hochspannenden Dortmund-Tatort im Rücken geht's hinein in eine wirklich vielversprechende Fernsehwoche. Endlich kein #ibes mehr! Olli Schulz klettert wieder in die Kiste und lässt sich für Schulz in the box an kuriosen Orten aussetzen: wo er landet, seht ihr heute ab 22:10 Uhr auf Pro7. Danach starten zwei Serien, denen man zumindest eine Chance geben sollte: Schmidt - Chaos auf Rezept ab Donnerstag um 21.15 Uhr auf RTL, mit Lucas Gregorowicz als Kiez-Arzt. Am Tag darauf um die gleiche Zeit geht die Anwaltsserie Suits auf VOX on air. Wer Männer statt in Anzügen lieber in Legg-hims sieht, streamt Donnerstag das Neo Magazin, dem ZDFneo eine zweite Staffel gönnt. Why not?

Freitag, 24. Januar 2014

Freitags-Flusen: Broad City, Lanz und smarte Suits

Das Tolle an so einem Blog ist ja: Du kannst dich getrost über dies, das und jenes auslassen. Ohne dass Markus Lanz dir ständig ins Wort fällt! Plappere ich also ein wenig über die News der Woche.

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In New York ist neben den "Girls" von Lena Dunham noch viel Platz für weitere durchgeknallte Twens, die sich durchs Leben hangeln: Vergangenen Mittwoch startete auf Comedy Central Broad City, von Abbi Jacobson and Ilana Glazer ursprünglich als Webserie konzipiert. Ich finden den Trailer sehr vielversprechend.

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Die Anwaltsserie ist sozusagen die Handtasche der Fernsehsender: Man kann getrost noch eine kaufen, auch wenn man schon fünf bis zehn im Schrank hat. So geschehen mit "Suits", zu sehen ab 7. Februar auf VOX (Businesspeople aufgepasst: da werden Outfits verlost!). Ein Playboy und ein Hochstapler widmen sich in einer Hochglanz-Kanzlei diversen skurrilen Fällen. Das klingt mäßig aufregend, ist aber gar nicht so schlecht: Gabriel Macht und Patrick J. Adams werfen sich gekonnt die Bälle zu, die Dialoge sitzen so gut wie die Maßanzüge. Ich habe mich definitiv schon schlechter unterhalten gefühlt.

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Dass er gut sitzt, auf seinem Talkshow-Moderatorensessel, war bei Markus Lanz bisher keine Frage. Doch das hat sich geändert, seit er Sahra Wagenknecht seiner persönlichen Rumpelstilzchen-Behandlung unterzogen hat. Den Ausschnitt verlinke ich hier lieber nicht, man erträgt es nicht länger als eine halbe Minute. Matthias Onken, früher bei der BILD und nach einem Burn Out ausgeschieden, orakelt in der w&v, ob Lanz noch zu retten ist.

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Nie mehr Igelschnute: Diese Woche kam das Aus für den Leipzig-Tatort mit Simone Thomalla und Martin Wuttke. Nicht wirklich überraschend, wirklich locker gespielt hatten sich die beiden nie. Wuttke gehört einfach ans Theater und Thomalla....ist eben Thomalla.

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Und noch ein TV-Tipp für heute Abend: Allen, denen das Dschungelcamp zu kleingeistig ist, sei Tall Girls um 22.30 Uhr auf ARTE empfohlen. Große Frauen erzählen, wie das so ist.

Freitag, 17. Januar 2014

Freitags-Flusen: Lena Dunham auf der Vogue und #ibes in den Wohnzimmern

Hey, da sind sie wieder, die Freitagsflusen! What's up, TV?

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Nicht, dass ich zu den klassischen Vogue-Leserinnen zählen würde. Aber DAS finde ich ja dann doch bemerkenswert: Lena Dunham wird das Februar-Cover der US-Ausgabe zieren. Womit klar ist dass ich a) dieses Heft brauche und b) das gepunktete Hemd. Und nachdem ich Folge 1 und 2 der dritten Staffel bereits gesehen habe, darf ich soviel verraten: Ja, Hannas Trommelfell ist wieder heil. Und ja, es gibt ein Wiedersehen mit Jessa.

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Es nützt ja alles nichts, der Januar ist einfach der Monat der guilty pleasures. Wozu natürlich auch das Dschungelcamp gehört. Gag-Autor Mickey Beisenherz gibt in einem seiner zahlreichen Interviews  Einblick in die Arbeitsweise der Show, die er zurecht als liebevoll bezeichnen darf. #ibes as #ibes can!

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Sehr schade: RTL hat "Made in Germany" gleich nach der ersten Ausstrahlung ins Nachmittagsprogramm verbannt. Quote vor Inhalt, das überrascht natürlich nicht wirklich. Doch wenn RTL sich schon dafür entscheidet, das bewundernswerte Projekt von Sina Trinkwalder zu unterstützen, dann doch bitte mit etwas mehr Mut. So war es sicher für alle Beteiligten enttäuschend.

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Der nächste Serien-Hype taucht am Horizont auf: in True Detective ermittelt das Duo aus Matthew McConaughey (immer muss ich nachsehen, wie man den schreibt, immer!) und Woody Harrelson in einem Ritualmordfall in Louisiana. Das Ganze spielt auf zwei Zeitebenen: der ersten Ermittelung 1995 und einer Befragung der beiden Cops 17 Jahre später.

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Und noch ein Tipp: Selbst wer die Lindenstraße hasst, sollte derzeit mal einen Blick riskieren. Adam Bousdoukos als neuen Akropolis-Kellner Manolis zu besetzen war eine mehr als großartige Idee.

Freitag, 10. Januar 2014

Freitags-Flusen: Tatortreiniger wischt letzte Zweifel weg

Ein herzliches Hallo aus der Gefahrenzone! Wir werden bewacht wie Fort Knox, aber man kann hier dennoch eine Menge Spaß haben. Schließlich gab es wieder neue Folgen vom Tatortreiniger! Und genau diesem widme ich diesmal eine monothematische Ausgabe der Freitags-Flusen.

Daran, dass die Serie irre komisch und mit sehr viel Liebe und Herzblut gemacht ist, bestand bisher kein Zweifel. Jetzt sind auch noch die Quoten fantastisch. Es sollte also auch der Letzte inzwischen bemerkt haben, dass diese Produktion mehr verdient hat, als im Spätprogramm versteckt zu werden. Jetzt wäre es an der Zeit, Respekt vor dem Erfolg zu zeigen und für weitere Folgen mehr Budget locker zu machen. Aber mit dem Respekt ist das so eine Sache: denn der wird in den Rundfunkanstalten des Ersten offenbar nicht gerade säckeweise verteilt. Konsequenterweise hat Bjarne Mädel daher den Dienst in "Mord mit Aussicht" quittiert: Sein Protest mit den Füßen gegen die andauernde Verkürzung der Drehtage und die generelle Wurschtigkeit der Verantwortlichen ist für mich die Nachricht der Woche. Nicht jeder, der es sich leisten kann so offen darüber zu sprechen, tut es auch.

Ein kleiner Appetithappen: Florian Lukas bei den Dreharbeiten